Vorläufige Grobdefinitionen
Bildgrammatik/Bildsyntax
Befasst sich mit der Struktur des Bildes. Gibt es für Bilder eine Art "Satzlehre"? Nach welchen Regeln werden räumliche Gesamtheiten konstruiert? Gibt es ein "Alphabet" des Bildes, das aus beschreibbaren Elementen (und damit einzelnen Elementklassen) besteht und Bilder konstituiert? (cf. homepage sachs-hombach)
so etwas wie eine Bildgrammatik zu entwickeln. Analog zu den sprachlichen Elementen wie Syntax, Phonetik, Wortschatz oder Tempus würde eine solche dazu ermächtigen, Bilder mit Hilfe von Elementen wie Struktur, optischen Grundformen, abgebildeten Sujets oder zeitlogischem Zusammenhang zu lesen. Obschon Versuche in dieser Richtung unternommen worden sind - Christian Doelker beschreibt sie im Buch „Ein Bild ist mehr als ein Bild“ (1997) -, ist es bis dahin noch ein schwieriger Weg. Auch wenn in den letzten Jahren das Misstrauen in die fotografische Abbildwirklichkeit bgestärkt worden, bedarf es dafür eine grundlegende Veränderung der Sehgewohnheiten im Alltag, eine nicht-illusionistische Wahrnehmung. Alte Gewohnheiten sind zu überwinden. fotofakes
Bildsemantik
Gegenstand der Bildsemantik wird das Schlussfolgern aus bildlicher Information als eine im allgemeinen wesentlich von subjektiven und zeitabhängigen Wahrscheinlichkeiten beeinflusste Auswahl der Bildbedeutung unter Berücksichtigung des vorhandenen Voraus- bzw. Zusatzwissens sein. (was ist bildwissenschaft? o.J.)
Welche Beziehung hat ein Bild zur realen Welt? Wie lässt sich diese Beziehung operationalisieren?
Bildpragmatik
Einfluss des Kontexts auf die Verwendungs- und Wirkungsweise eines Bildes, s.a. textbildschirm: bildpragmatik