Orientierung am Leser

Schreiben ist (auch) eine kommunikative Handlung: Es gibt Adressaten, mit denen auf bestimmte Art und Weise kommuniziert wird. Wenn der Deutschlehrer der einzige Adressat bleibt und die einzige kommunikative Intention des Schreibers darin besteht, eine gute Note zu generieren, wird sich keine lebenswirkliche, sinnvolle Schreiberziehung realisieren lassen.

In dieser Hinsicht bietet es sich deshalb an, dass Schüler für echte Adressaten schreiben - damit wirkliche Kommunikation stattfindet (nicht Pseudokommunikation).

Mögliche Schreibanlässe/Unterrichtsmethoden

Als besonders sinnvolle Methode werden immer wieder E-Mail-Projekte genannt. Wir schlagen vor, dass diese Projekte bezüglich der zu entwickelnden Schreibhaltung (und damit: entsprechend der Adressaten) klassifiziert werden. Dabei ist es letztendlich zweitrangig, ob per E-Mail oder per Brief oder Fax kommuniziert wird. Allerdings ist die Verwendung der Kommunikationsform E-Mail besonders unproblematisch, zeitgemäß und gesellschaftlich relevant.

Es werden im Folgenden einige Schreibsituationen vorgeschlagen. Wichtig ist dabei, dass die Situationen möglichst realistisch sind (keine Pseudosituationen). Die Produkte solltem im Nachhinein immer besprochen (und evtl. überarbeitet) werden (anders als im Bereich Schreibdidaktik - Orientierung am Schreiber ).

Damit werden jeweils unterschiedliche Schreibhaltungen geübt, also z.B. nach Bühler: ausdrücken (KLassenzeitung, Kommunikation untereinander), appellieren (Brief an Schulleitung, Elternbrief), darstellen (Klassenzeitung).

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