Zusammenfassung von Kapitel 5: "Hypermedia" in Alessi, Stephen M.; Trollip, Stanley R. (2001): Multimedia for learning. Methods and Development. Boston. Allyn and Bacon, S. 138-179
Grundlegende Überlegung: Hypermedia-Lernprogramme können nur effizient sein, wenn sie a) konzeptionell ein Ziel verfolgen b) entsprechend dieser Zielsetzung designt sind.
Definition Hypermedia
Hypermedia ist eine Erweiterung des Hypertextkonzepts (Informationen mit LInks -> Sammelsurien aus Text, Audio,Video ...). HTML ist also ein Hypermedia-Standard, weil INformationen unterschiedlicher Medialität organisiert werden können. Notwendige Merkmale von Hypermedia (142) 1. "Datenbank" mit INformationen 2. unterschiedliche Methoden für die Navigation, inkl. Hyperlinks 3. unterschiedliche Medientpyen (z.B. Text, Audio, Video), durch die die Informationen dargeboten werden.
Lernen mit Hypermedia in der Forschung
Umstritten, viele Befürworter, viele Skeptiker. Forschung macht Fortschritte hinsichtlich der Definition der Kriterien, die zu erfolgreichem Lernen mit Hypermedia führen. Probleme beim Lernen mit Hypermedia 1. "lost in hyperspace"-Phänomen (=Desorientierung) 2. Navigationschwierigkeiten Außerdem wird vermutet, dass unterschiedliche Lerntypen ("characteristics of learners (ability, learning style, previous knowledge, cognitive style)" (140)) unterschiedlich erfolgreiche beim Lernen mit Hypermedia sind.
Struktur von Hypermedien
Seiten, die miteinander verlinkt sind., Keine lineare Struktur, verschiedene unterschiedliche Wege können beschritten werden "(one of which may a traditional sequence)" (141).
Verschiedene Hypermedia-Formate
z.B. enzyklopädische Nachschlagewerke, thematische Nachschlagewerke, Analysen eines Fachgebiets, Fallstudien, Konstruktionsumgebungen (für neue Hypermedia-Applikationen z.B.), Edutainment, virtuelle Museen, Archive. Im Folgenden werden diese einzelnen Formate genauer beschrieben, Fazit: Kritik daran, dass die meisten Hypermedia-Applikationen nicht thematisch zentriert sind und keine didaktische Absicht dahintersteckt (! geschrieben 2001, berücksichtigt sehr viele alte Apps, BM).
"First, the designer should select for a program one of these eight formats or clearly explicate a new format and its purpose. Second, the designer should create the characteristics of the program in accordance with the intended format and purpose. (150)
Charakteristika von Hypermedia
1. Hypermedia Database
Wichtig für Lernerfolg: Inhalt der "Datenbank" (hierzu wird nichts weiter ausgeführt) und Determinanten dieses Inhalts:
1. Medientypen
Auswahl und Zusammensetzung der verschiedenen Medientypen muss den Lernzielen/-inhalten angemessen sein. undifferenzierte Darstellung (BM) --- Text Vorteile: individuelle Lesegeschwindigkeit, gut durchsuchbar, geeignet für gute Leser, formatierbar (Farbe, Größe ...), kann ausgedruckt werden, komplexe Informationen können gut dargestellt werden, kann überall gut dargestellt werden. Nachteile: schlechte Leser haben Schwierigkeiten, erregt keine Aufmerksamkeit, nicht kompatibel mit Video oder akustischen Medientypen --- Bilder Vorteile: individuelle Bearbeitungsgeschwindigkeit, erregen Afumerksamkeit, wirken oft professionell; ergänzen sich gut mit Text, gut um komplexe Objekte zu beschreiben, bessere Behaltensleistung, Sprachunabhängig, keine Lesekompetenz erforderlich, beinhalten räumlihce Informationen Nachteile: schwierig auszudrucken ("especially if they include colors" (151)), schwieriger zu erstellen --- Bewegtbilder (Videos, Animationen) Vorteile: erregen Afumerksamkeit, erhöhte Motivation, enthalten sowohl räumliche als auch zeitliche INformationen, gut geeignet für "teaching sequences", gut ergänzbar mit akustischen Informationen, gut erinnerbar, bedeutsam für Lernende, "and is stored in a more detailed form in memory" Nachteile: Bearbeitungsgeschwindigkeit kann vom Lerner nicht beeinflusst werden, schlecht mit textlichen Informationen kompatibel, hohe Produktionskosten/aufwändig --- Audiofiles Vorteile: erregen Afumerksamkeit, man muss nicht auf den Bildschirm schauen, gut kombinierbar mit bildilchen und Video-images, gut geeignet um Abläufe zu beschreiben, während sie per Video gezeigt werden; gut geeignet um sprachliche Informationen an schlechte Leser zu übermitteln, hoher emotionaler Gehalt, gut für erzählende Informationen, "good for children", einfach und billig zu produzieren Nachteile: keine individuelle Bearbeitungsgeschwindigkeit, keine gute Kombination mit textlicher Information
2. Größe der Datenbank
GROSSER Informationsbestand ist charakteristisch für Hypermedia-Produkte, kleinere Informationsbestände sollten besser "(be) delivered using another instructional methodology" (152). Je mehr Inhalt, desto flexibler kann Navigation, Struktur, Verständnis/Erklärungen usw. gestaltet werden
3. Organisation der Datenbank
Alphabetisch, zeuitliche, hierarchische Struktur? Viele Sortiermöglichkeiten sind typisch und hilfreich; "... the structure of hypermedia program affects learner performance. For that reason it may be best to create hypermedia databases that can be structured in different ways for different learners or purposes." (152)
4. "Auflösung"
"Resolution .... refers to how finely information is divided up into seperately useable pieces." Bei höherer (=feinerer) resolution konzentrieren sich Lerner auf klar umrissenere Unterziele, bei groberer /niedrigerer Auflösung neigen sie dazu, eher breit und allgemeine Inhalte zu lernen.
5. Modifizierbarkeit
Sichtbare und Interne Struktur
z.B. Aufteilung auf Seiten .... "Visible strucutre should be designed to facilitate learner attention, motivation, orientation, comprehension, and overall ease of use." (154) danke ...
Plattformunabhängigkeit
Unabhängigkeit von Sprache
-> Bilder usw.
Navigation und Orientierung
... ist ein sehr zentraler Punkt. Je größer der Informationsbestand, desto besser, desto leichter verliert man sich aber im Informationsgestrüpp. Folgende Faktoren sind wichtig:
Hyperlinks
er führt verschiedene Linktypen und Linkspezifika aus, außerdem "other navigation methods" (160) - Menüs, Index, Maps, Suchfunktion usw.
Metaphorische Oberflächen
Er findet "Navigation Metaphors" grundsätzlich sehr gut.
Good metaphors are based on things people are familiar with such as maps, animals, everyday objects, and places.
Lernen und Lernstrategien
Unterscheidung:
We distinguish hypermedia features and techniques that support learning from those that support learning strategies.
Lernen
Hierzu zählen Dinge wie Motivation (bei Hypermedia v.a. Aufmerksamkeitseffekt, Kontrolle usw.), Aufbereitung des Materials, dass es möglichst gut aufgenommen und behalten werden kann ("Encoding and Retention", z.B. mit "advance organizers", Diagramme, Zusammenfassungen ...), Arbeit mit dem erworbenen Wissen (gemeint ist: handlungsorientierter, offener Unterrichtsstil. Inhalte müssen interagieren)
Lernstrategien
Gute Hypermedia-Lernprogramme beinhalten auch Aktivitäten und Schnittstellen zu: Metakognitiven Aktivitäten, Hilfe für Suchfunktionen, Orientierungshilfen, "Encoding" (z.B. Informationen über mentale Modelle), Wiederholung und Elaborierung des Wissens, Anwendung des Gelernten Einige Methoden, die gut für die Ausbildung und Anwednung solcher Lernstrategien sind:
- Möglichkeiten zum Notizen machen
- Kognitive Karten anfertigen
- "Coaching and Cueing"
- Lernen im Team ("collaborative Learning")
- Tests
- Perspektivenwechsel, Rollenspiele
- Problemorientiertes Lernen
- Spielchen
- Visualisierungen, Grafische Veranschaulichungen
- Bookmarks
- usw.
Zusammenfassung
There are many important factors in hypermedia design. (172)
Danke. Wichtige Entscheidungen: 1. Welches Format will man benutzen? 2. Berücksichtigung der 3 Determinanten und der zusätzlcihen Optionen für Qualitätssteigerung. Danke.